"King of the Hill" Hard Enduro !

King of the Hill 2016 – nur die Harten kommen in den Garten, oder ins Bachbett …

Das King of the Hill lockte auch heuer wieder einige 907er ins rumänische Ghioroc nahe Arad um sich drei herausfordernden Renntagen zu stellen. Ein Rennen, dessen Format alles hergibt was man sich im Bereich Hardenduro wünscht. In der Klasse Profi starteten Marco Messner, Flo Kirchmayer und Berni Pretschuh. Hagen Murgg versuchte sich bei den Experts und ich ging bei den Veteranen der Hobby – Klasse an den Start.

Tag 1 stand im Zeichen des Prologs, bei dem in der Stadt ein Rundkurs (Superenduro) mit diversen Hindernissen aus Holz, Erde, Gummi und Steinen zu bewältigen waren. Gemischte Gefühle begleiteten uns auf dem Kurs, der aufgrund des Staubs nicht immer zu 100% zu sehen war. Unterm Strich waren am Ende des ersten Tages alle unverletzt und zufrieden. Die Highlights: Marco Messner wurde in der Gesamtwertung 18ter und ich habe in meinem Lauf den Start gewonnen (Holeshoooooooooot!).

Am zweiten Tag ging es endlich ins Gelände um eine ca. 65 – 75 km lange (Distanz je Klasse unterschiedlich), gut markierte Runde zu fahren. Profi und Expert mussten immer wieder vom normalen, blauen Hobbytrack abbiegen um sich entlang von weißen (Profi) bzw. rot-weißen Markierungen (Experts) richtig aufzuarbeiten. Der Großteil der Strecke führte uns durch Bachbette, die sich in herrlichem Schlammgrau präsentierten und auch trotz Fahrtwind schon meist lange vor den Abzweigungen zu riechen waren. Hier und da ein paar nette Auffahrten im Wald und einige Singletrails rundeten das Bild ab. Die beim Prolog nicht verbrauchten Ersatzteile für Mensch und Maschine gingen an diesem Tag zum großen Teil auf. So musste Berni Pretschuh das Rennen schon nach ca. 1 Stunde aufgrund eines eleganten Abganges (ich war nicht dabei, gehe aber davon aus) mit viel Knie – Aua beenden. Marco Messner erklärte sich solidarisch mit dem Knie – Aua, zerstörte bei einer Brezn den Kühlerschlauch seiner Maschine und musste kurz nach CP3 das Rennen ebenfalls aufgeben. Für Flo Kirchmayer lief es gut und er kam nach ca. 3 3/4 Stunden als 19ter der Profiklasse ins Ziel. Ich persönlich bin lange Zeit ohne Fussbremshebel gefahren, litt zweitweise an der vortäglichen Überhopfung, schaffte es aber trotzdem rechtzeitig ins Ziel. Zielschluss war um 1800 Uhr, was aus der Sicht von Hagen Murgg zu früh war. Wie ein deutscher Tourist in einem Wintersportort nutzte Hagen seinen Liftpass aus und entschied sich bis knapp vor 1900 Uhr die rumänische Geografie zu erkunden.

Der dritte und letzte Tag zeichnete sich wieder durch einen anderen Modus aus. Die Hobby – Fahrer hatten für 2 Runden zwei Stunden Zeit wobei das Ziel 30min nachdem der Erste das Ziel erreicht hat geschlossen wurde und alle anderen entsprechende Zeitstrafen aufgebrummt bekamen. Selber Modus bei Experts und Profis, jedoch mit 3 bzw. 4 Runden und entsprechender Zeitvorgabe. Durch den Ausfall der Kollegen am Vortag gingen nur noch Flo, Hagen und ich an der Start. Die Tracks hatten es in sich und an dieser Stelle möchte ich mich wiederholen und den amerikanischen Rockbarden Jon Bon Jovi wieder einmal Recht geben: Slippery when wet! Und ja, es war rutschig (zumindest außerhalb der Bachbette, die gab es natürlich auch wieder). Hagen und ich begnügten uns mit einer Runde, und da noch außerhalb des Zeitfensters. Flo schaffte 3 Runde, wobei er aber leider die letzte Runde aufgrund einer Zeitüberschreitung von knapp 3 min nicht gewertet bekam. So dankten für die Unmenge an Penaltys und machten uns auf den Heimweg.

Unterm Strich ein gutes Rennen, für alle durchaus fordernd und lehrreich. Der Ersatzteilmarkt dankt uns für unsere Teilnahme und freut sich auf ein Wiedersehen 2017!

 In diesem Sinne wünsche ich Allen und Allinen weiterhin viel Spaß und freue mich auf die nächsten Herausforderungen.

 Onkel Düsen